JÜL in der Praxis

Die Einschulung

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Jedes Jahr werden neue Schulanfänger in die bestehenden Klassen aufgenommen. Die Kinder werden von ihren Mitschüler/innen begrüßt und fließend in den Unterrichtsalltag integriert. Regeln und Rituale lernen sie so ohne große Erklärung durch Zuschauen und Nachahmen. Patenschaften innerhalb der Klasse bieten den „Neuen“ Sicherheit und ebnen Wege für neue Freundschaften.

 
 
 

JÜL-Klassen

In den jahrgangsübergreifenden Klassen werden zu je einer Hälfte Kinder aus den Jahrgängen 1 und 2 unterrichtet. Die Klassenstärke bleibt wie bisher bei max. 23 Kindern. Jede JüL-Klasse hat eine Klassenlehrerin bzw. ein Klassenlehrerteam, die die Kinder über die beiden Jahre begleitet. Ein vielfältiges Materialangebot bietet den Schüler/innen die Möglichkeit, sich individuell und selbstständig Lerninhalte anzueignen oder bereits Gelerntes zu vertiefen.

Individuelle Arbeitspläne

Arbeitspläne, z.B. in Form von Tages- oder Wochenplänen, sollen das Erreichen bestimmter Lerninhalte sichern und geben Pflichtaufgaben sowie Wahlmöglichkeiten vor. Die individuellen Pläne sorgen dafür, dass die Kinder kontinuierlich an den Inhalten weiterarbeiten, die in den Bildungsplänen vorgeschrieben sind. Die Kinder erhalten Pläne, die ihrer individuellen Lernentwicklung und nicht ausschließlich ihrem Alter entsprechen. Jedes Kind wird gefördert und gefordert!

Maedchen_meldet_sichFachunterricht

Der Fachunterricht hat seinen festen Platz im Stundenplan. Auch hier wird jahrgangsgemischt unterrichtet. In einzelnen Fällen werden Themen aber auch in jahrgangs- bzw. leistungshomogenen Fachstunden eingeführt (z.B. zur Einführung neuer Rechenverfahren oder Zahlenbereiche).

Freiarbeit

Die Schüler/innen wählen selbst für eine bestimmte Unterrichtszeit aus einem Angebot von Lernmöglichkeiten Aktivitäten für sich aus, die sie dann in Einzel-, Partner- oder auch Gruppenarbeit weitestgehend selbstständig ausführen.

Mindeststandards

Für jede Jahrgangsstufe sind Mindeststandards erarbeitet, die die Kriterien der Hamburger Bildungspläne erfüllen. Hat ein Kind den jeweiligen Standard erreicht, kann es, unabhängig vom Zeitpunkt, an den Aufgaben der nächsthöheren Jahrgangsstufe weiterarbeiten. Zum Zweck der Lernkontrolle werden individuelle Entwicklungspläne geführt.

Teichwiesenbücher

Jedes Kind erhält nach der Einschulung ein Teichwiesenbuch. In diesem Heft werden für die Hauptfächer Deutsch, Mathematik, Sachunterricht und Englisch die Lerninhalte und Lernfortschritte festgehalten. Zu jedem Themenbereich der Unterrichtsfächer gibt es bebilderte Seiten, das entsprechend behandelte Thema wird von den Kindern angemalt (z.B. einzelne Blätter an einem Baum…). Jeweils zu den Ferien nehmen die Kinder ihre Teichwiesenbücher mit nach Hause, um ihren Eltern stolz vorzuzeigen, was sie in den letzten Wochen in der Schule geleistet haben. Im Laufe der Grundschulzeit wird das Teichwiesenbuch langsam bunt und kann am Ende als „Schatzkarte des Wissens“ mit nach Hause genommen werden. Das Teichwiesenbuch bietet somit sowohl Kindern als auch Eltern einen Überblick darüber, welche Lerninhalte bereits bearbeitet wurden und welche noch folgen werden.